"Asylgipfel" in der Landeshauptstadt Magdeburg

Auf Einladung des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, fand am Freitag eine Gesprächsrunde zu asyl- und migrationspolitischen Themen, der sogenannte "Asylgipfel", in der Staatskanzlei in Magdeburg statt. An der Beratung nahmen weitere Mitglieder der Landesregierung, so auch Innenminister Holger Stahlknecht, teil. Neben Vertretern von Kirchen und gesellschaftlichen Gruppen waren auch die Landräte und die Oberbürgermeister der kreisfreien Städte in Sachsen-Anhalt geladen.

Auch Landrat Götz Ulrich nahm an der Beratung teil und erklärte dazu: "Wichtig ist, dass das Land Sachsen-Anhalt die Landkreise und kreisfreien Städte, die für die Unterbringung und Betreuung der Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge zuständig sind, nicht allein lässt. Uns brennen dabei zahlreichen Themen auf den Nägeln: die schnelle Vermittlung von Deutschkenntnissen an Asylbewerber und Flüchtlinge, vor allem auch an schulpflichtige Kinder, die Anerkennung von Berufsabschlüssen von Migranten oder Vereinbarkeit von Ausländerrecht mit den Erfordernissen des Arbeitsmarktes und den Anforderungen der Unternehmen an ausländische Arbeitskräfte."

Ulrich erläuterte in der Beratung auch, dass der Bedarf für die Beratung und Betreuung durch die Verdoppelung der Anzahl von Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen gestiegen ist und hierfür zusätzliches Personal benötigt wird. Innenminister Holger Stahlknecht stellte dazu in Aussicht, dass sich das Land künftig finanziell stärker an Beratungs- und Betreuungsleistungen beteiligen wird. Für den Burgenlandkreis könnte dies zu einer Verdoppelung der Stellen von derzeit 1,5 auf drei Stellen führen. "Dies würde unsere Situation im Burgenlandkreis deutlich verbessern", erklärte Ulrich dazu. "Ich bin auch froh, dass das Gespräch mit konkreten Festlegungen zur Bildung von Arbeitsgruppen geendet hat. So wird sich eine Arbeitsgruppe unter Federführung des Sozialministeriums mit Vorschulfragen, Schulbildung und Berufsausbildung von ausländischen Kindern und Jugendlichen befassen. Dabei darf auch die Organisation des Deutschunterrichts für diese Gruppe nicht zu kurz kommen, einschließlich die Frage seiner Finanzierung. Insgesamt bin ich mit dem Gespräch zufrieden", so Landrat Götz Ulrich abschließend.


Link zum Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks über den Asylgipfel

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