Bilder transportieren Gefühle - Ausstellungseröffnung in Eckartsberga

Die Bilder der Flüchtlinge aus Eckartsberga werden im Mehrgenerationenhaus ausgestellt.
Die Bilder, die im Mehrgenerationenhaus in Eckartsberga ausgestellt sind, drücken das aus, was Sprache nicht zu erklären vermag: Die Sehnsucht nach dem Heimatland, nach Frieden und Geborgenheit. "Ich liebe dich, Syrien" oder "Wir möchten zurück in unser Zuhause" steht in Englisch darauf geschrieben. Gemalt haben die Bilder Flüchtlinge aus der Gemeinschaftsunterkunft in Eckartsberga. "Unsere Bewohner finden im Malen der Bilder ein Ventil für ihre Gefühle. Sie vermitteln mit dem Dargestellten das, was sie uns vielleicht aufgrund von Sprachbarrieren nicht erklären oder was sie aufgrund ihrer Erfahrungen nicht ausdrücken können", so Pfarrerin Bettina Plötner-Walter zur Ausstellungseröffnung am Sonnabend in Eckartsberga.

Ehrenamtliche hatten ursprünglich die Kinder aus der Gemeinschaftsunterkunft mit Stift und Pinsel ansprechen wollen. "Es hat sich aber ziemlich schnell gezeigt, dass es gerade den Erwachsenen ein Bedürfnis war, ihr Erlebtes in Bildern festzuhalten", erzählt die Pfarrerin weiter. Deshalb habe man sich auch entschieden, die Bilder im Mehrgenerationenhaus auszustellen. Feste Öffnungszeiten gibt es nicht, Interessenten können sich aber bei Bettina Plötner-Walter oder Bürgermeisterin Marlis Vogel melden.

Die Ausstellungseröffnung hatten die Ehrenamtlichen mit dem traditionellen "Café der Begegnung" verbunden, das in regelmäßigen Abständen stattfindet und dem gegenseitigen Kennenlernen dient. Am Sonnabend waren alle Plätze im Mehrgenerationenhaus besetzt, Flüchtlinge und Einheimische erzählten miteinander und sangen gemeinsam. Das nächste Café der Begegnung findet am 30. Dezember 2015 in der Gemeinschaftsunterkunft Eckartsberga statt.

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